Aktivitäten: Archiv 2015

Mitgliederversammlung

Freitag, 11. Dezember 2015, 18.30 Uhr

Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin e.V.

Ordentliche Mitgliederversammlung 2015

Die Einladung ist am 1. November 2015 per E-Mail erfolgt.

Die Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin trauert um Professor Friedhelm Grundmann

Friedhelm Grundmann wurde am 24. April 1925 in Bad Warmbrunn (Niederschlesien) als Sohn des Kunsthistorikers und Denkmalpflegers für Niederschlesien Günther Grundmann geboren.

Nach dem Studium der Architektur an der TH Breslau und der TH München ging Friedhelm Grundmann in den 1950er Jahren nach Hamburg, wo er im eigenen Büro neben Kirchenneubauten zahlreiche bedeutende Bauvorhaben für die Hamburger Hochbahn plante. 1975 wurde er als Professor für Architektur an die Fachhochschule Hamburg berufen, seit 1980 lehrte er dort Entwerfen und Architekturgeschichte.

Die wichtigsten Projekte seines langen und erfolgreichen beruflichen Lebens blieben für Grundmann der Wiederaufbau des Doms zu Lübeck (19631982) und die Renovierung des Doms zu Greifswald (bis 1989).

Neben anderen Veröffentlichungen ist insbesondere sein 2007 erschienenes Buch Carl Gotthard Langhans (1732–1808). Lebensbild und Architekturführer (Bergstadt Verlag Korn, Würzburg 2007) zu erwähnen, erste Langhans-Monographie seit Jahrzehnten. Inspiriert durch seine Kindheit in Schlesien, die Tätigkeit seines Vaters und die Auseinandersetzung mit Christian Frederik Hansen widmete er sich darin mit großer Freude Leben und Werk des schlesischen Baumeisters und Architekten Carl Gotthard Langhans.

Am 27. Oktober 2015 ist Professor Friedhelm Grundmann mit 90 Jahren in Hamburg verstorben. Er wurde unter großer Anteilnahme von Familie, Freunden und Weggefährten am 6. November 2015 auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf beigesetzt. Die Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin war durch den Vorstand vertreten. Im Namen der Gesellschaft wurde der Familie ein Kondolenzschreiben überreicht.

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18.00 Uhr

Vortragsveranstaltung

Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz (Beuth-Hochschule für Technik / GSE Ingenieur-Gesellschaft, Berlin):

Das Brandenburger Tor in Berlin: Zur Konstruktion eines Ingenieurbauwerks.

Teil 2: 1945−2015

Dipl.-Rest. Stefan Grell (Leitender Restaurator, Berlin):

Steinrestauratorische Maßnahmen am Brandenburger Tor 2000−2002

Veranstaltung der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Luisenstraße 56, 10117 Berlin

September 2015

Exkursion
Sternwarte (1788) im Botanischen Garten der Universität Halle

Die Sternwarte im Botanischen Garten der Universität Halle wurde nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans 1788 errichtet und hat die Form eines achteckigen Turms. Als Vorbild diente der Turm der Winde, ein achteckiger, wohl zweigeschossiger Bau ohne Balkone, der sich unweit der Akropolis in Athen befindet.
Die Sternwarte gilt als das älteste von der Universität Halle errichtete Bauwerk und neben dem Universitätshauptgebäude (Löwengebäude) als wichtigstes Zeugnis klassizistischer Architektur in Halle. 1923 wurde das Observatorium aufgelöst und das Gebäude seitdem durch die Universität anderweitig genutzt.

26. September, 2015, 18.30 Uhr
Vortrag

Dr. Zitha Pöthe (Historikerin/Kunstwissenschaftlerin, Berlin):

Das Brandenburger Tor als Zeugnis der Friedensstrategie Friedrich Wilhelms II. und seiner Schwester Wilhelmine von Oranien

Im Oktober 1787 interveniert Friedrich Wilhelm II. militärisch im niederländischen Bürgerkrieg. Politisch vorbereitet hat diese Aktion seine Schwester, die Erbstatthalterin der niederländischen Republik Wilhelmine von Oranien. Die anschließende gemeinsame Allianz mit Großbritannien vermittelt sie ihm auch. In den Niederlanden und in Berlin feiern die Geschwister gemeinsam ihren Erfolg. Friedrich Wilhelm krönt den Bedeutungszuwachs Preußens mit dem Bau des Brandenburger Tores in Berlin. Bis heute können wir am Brandenburger Tor ihre Erfolgsgeschichte ablesen: die Geschwister Hohenzollern, ihre Gegner, ihren Triumph, ihre Zukunftsvorstellungen, treten hier als mythologisch gewandete Figuren in Erscheinung.

Der Vortrag der Historikerin und Kunsthistorikerin Dr. Zitha Pöthe führt in den neuesten Forschungsstand ein und erläutert die auf klassischer Literatur und mythologischen Vorbildern basierende Bildsprache des Brandenburger Tores. Hauptaussagen der Bildarrangements, z. B. „der Sieg des Friedens bringt Ruhm“ und „Gerechtigkeit führt zu Herrlichkeit“, werden anhand zahlreicher Abbildungen nachvollzogen.

Ort: Marmorpalais, Im Neuen Garten 10, 14469 Potsdam, Konzertsaal

Weitere Informationen hier

13. September 2015, halbstündlich zwischen 10 und 15 Uhr

Führungen am Tag des offenen Denkmals

Die Mohrenkolonnaden (1787)

Für den Tag des offenen Denkmals 2015 waren die Mohrenkolonnaden durch die Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft erstmalig als Denkmal angemeldet worden. Mitglieder der Gesellschaft boten Führungen an, in denen sie mit Hilfe von alten Stadtplänen, Stichen und Photographien das Bauwerk mit seinem bildhauerischen Schmuck im Kontext der Berliner Baukunst, Stadtentwicklung und Stadtgeschichte darstellten. In den zehn Führungen von je 20 Minuten konnten wir 85 Denkmalfreunde für die künstlerisch hochqualitätvollen und als Zeugen der Stadtentwicklung bedeutsamen Mohrenkolonnaden interessieren.

Die heutige Adresse lautet Mohrenstraße 37–37b (südliche Kolonnaden) und 40–41 (nördliche Kolonnaden), 10117 Berlin. Mehr auf unserer Website unter Mohrenkolonnaden, im offiziellen Programmheft S. 6 sowie auf der offiziellen Website.

September 2015

Führung und Diskussion mit Ralf Steeg

Besuch auf der Luritec Pilotanlage in der Spree

Bei starken Regenfällen fließen in Berlin und anderen Großstädten Abwässer aus Haushalten, von Straßen und Gewerbe in Berlin über die Mischkanalisation in Gewässer. Die offensichtlichen Auswirkungen sind Fischsterben und Badeverbote, die Gefährdung der Trinkwasservorräte und die dauerhafte Belastung der Gewässer mit Schwermetallen.

Zur Reduktion dieser Effekte und zur Entlastung der Kanalsysteme werden im gegenwärtigen Abwassermanagement vor allem unterirdisch gelegene Betonzwischenspeicher – Regenbecken – eingesetzt. Diese Becken verursachen lange Planungs- und Bauzeiten und stellen auf Grund der hohen Kosten und der Korrosionsanfälligkeit eine enorme Belastung für die Kommunen dar.

Auf der Luritec Pilotanlage »SPREE2011« im Berliner Osthafen werden seit 2012 in einem Baukastensystem und aus einem besonderer Werkstoff (GFK - Glasfaserverstärkter Kunststoff) gefertigte Behälter erprobt. Die hohe Qualität, die präzise Fertigung und das geringe Gewicht ermöglichen die Herstellung genau auf den Verwendungszweck zugeschnittener Regenbecken; unter- und oberirdisch oder im Gewässer einsetzbar. Eine Korrosion durch biogene Schwefelwasserstoffe, wie bei Betonbecken, gibt es nicht.

Passenderweise ging während unseres Besuchs ein Sommergewitter nieder, so daß wir das System bei der Arbeit beobachten konnten.

18.19. August 2015
Exkursion
Weltkulturerbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Das Gartenreich als Gesamtkunstwerk ist vor allem das Werk zweier Männer, des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau und seines Freundes und Beraters Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff.

Erdmannsdorff war Architekt, Kunsttheoretiker, bedeutender Vertreter frühklassizistischer Architektur in Deutschland, Schöpfer des Wörlitzer Schlosses und einer Vielzahl weiterer Bauten in der Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft. Mehr

9. Juli 2015, Paris

Ausstellung mit Diskussion

Jeroen Olthof: Das Brandenburger Tor – Schauspiel der Geschichte. Ein Niederländer in Berlin

Der niederländische Künstler Jeroen Olthof präsentiert im Rahmen seiner Ausstellung im Goethe-Institut mehrere neue Werke, die die unterschiedlichen Gestalten des Brandenburger Tores im Laufe der Geschichte zeigen: Vom Friedenstor zum Siegestor und vom DDR-Grenzbauwerk zum Nationaldenkmal für das heutige Deutschland.

Bei der Diskussionsrunde stellt die Historikerin Dr. Zitha Pöthe die Ergebnisse ihrer Forschung zum Brandenburger Tor vor.

Ort: Goethe-Institut, 17 avenue d'Iéna, 75116 Paris

14. Juni 2015

Exkursion
Pyramide Garzau (1784)

1784 ließ Graf F. W. C. von Schmettau (17431806), Offizier und Kartograph, Schöpfer des Schmettauschen Kartenwerks, die Pyramide im Landschaftspark seines Gutes Garzau errichtet. Vermutlich stammt der Entwurf für den ursprünglich als Mausoleum geplanten Bau von Carl Gotthard Langhans, von dem eine Zeichnung für den Eingang zur Pyramide überliefert ist. Der Originaleingang befindet sich seit 1815 an St. Marien in Strausberg. Die Pyramide in Garzau erhielt mit dem Wiederaufbau 2010 ein neues Portal nach altem Vorbild. Mehr

9. Juni 2015, 18.30 Uhr

Vortragsveranstaltung

Dr. Zitha Pöthe (Historikerin/Kunstwissenschaftlerin, Berlin):

Langhans’ Geniestreich Brandenburger Tor: Eine Metamorphose der Porta Palio in Verona

Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz (Beuth-Hochschule für Technik / GSE Ingenieur-Gesellschaft, Berlin):

Das Brandenburger Tor in Berlin: Zur Konstruktion eines Ingenieurbauwerks. Teil 1: 1791−1945

Veranstaltung der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin gemeinsam mit dem Tieranatomischen Theater, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Luisenstraße 56, 10117 Berlin

21. April 2015, 18.30 Uhr

Vortrag

Dr. Zitha Pöthe (Historikerin/Kunstwissenschaftlerin, Berlin):

Die Bildsprache des Brandenburger Tores. Geheimnisvolles Relikt preußischer Friedensvorstellungen

Eine Veranstaltung des Vereins Stadtbild Berlin
Ort: Kutscherstube des Restaurants Löwenbräu, Leipziger Straße / Ecke Markgrafenstraße

31. März 2015, 17.30 Uhr
Gründungsversammlung
Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin e.V.

im Hörsaal des von Carl Gotthard Langhans erbauten Tieranatomischen Theaters zu Berlin

 

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