Moritz Goetze: Lorbeeren für Schadow

225. Jahre Quadriga auf dem Brandenburger Tor

Ausstellung im Schadow-Haus 20182019

Moritz Goetze, Lorbeeren für Schadow (Photo: Annette Winkelmann 2018)

13. Juni 2018 bis 28. April 2019

Ausstellung der Kunstsammlung des Deutschen Bundestags anläßlich des 225. Jahrestags der Aufstellung der Quadriga auf dem Brandenburger Tor 1793

Moritz Götze: Lorbeeren für Schadow

Vor 225 Jahren wurde die Quadriga auf dem Brandenburger Tor von Johann Gottfried Schadow fertiggestellt. Moritz Götze, der in den letzten Jahren mit vier Emaille-Tableaus zur Geschichte des Parlaments beauftragt worden war, nimmt den Geburtstag von Berlins Wahrzeichen zum Anlass, dem Schöpfer der Quadriga einen Lorbeerkranz zu flechten und sich seinem Werk kongenial anzunähern. Damit vervollständigt der Künstler aus Halle eine Interpretationen preußischer Geschichte und holt sie aus einem zunehmend in den Büchern versteckten Kanon kulturhistorischer Erinnerungskultur höchst lebendig in unsere Zeit.

Aber nicht nur die Quadriga und die Viktoria stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, sondern auch der Zug der Friedensgöttin, der von Schadow gestaltete Fries unmittelbar unter der Quadriga, der verrät, dass die Viktoria als Friedensgöttin konzipiert war. Das Brandenburger Tor nach dem Vorbild der Propyläen der Akropolis in Athen sollte ein Friedenstor werden, das König Friedrich Wilhelm II. als neuen ,,Perikles“ feiert: Es versinnbildlichte die Hoffnung des Monarchen, von Berlin aus eine europäische Friedensordnung aufbauen zu können. (Text: Deutscher Bundestag)

 

Beteiligung der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin:
Am 11. Juni 2018 wurde Johann Gottfried Schadows „Zug des Friedens“ am Brandenburger Tor digital vermessen. Verschiedene terrestrische und mobile Messtechniken erfaßten und modellierten das Kunstwerk, das sich direkt unterhalb der Quadriga befindet. Die Kombination dieser geodätischen Messverfahren führte zu einem 3D-Gesamtmodell.

 

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin, die Gipsformerei Staatliche Museen zu Berlin und die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages nahmen das Jubiläum – 225 Jahre Aufstellung der Quadriga-Gruppe von Schadow zur Krönung des Tores – zum Anlass für dieses Verbundprojekt. Der Scan erfolgte zur digitalen Konservierung des einmaligen Kulturgutes. Verschiedene terrestrische und mobile Messtechniken erfassen und modellieren das Kunstwerk, das sich direkt unterhalb der Quadriga befindet. Die Kombination dieser geodätischen Messverfahren führt zu einem 3D-Gesamtmodell.

 

Das 3D-Modell des „Zug des Friedens“ wird noch bis 28. April 2019 im Schadow-Haus in Berlin-Mitte gezeigt, neben einer auf Aluplatten gedruckten Abbildung des Reliefs in Originalgröße.

 

Ort: Schadow-Haus (Seitenflügel), Schadowstraße 12-13, 10117 Berlin

Dienstags bis sonntags, 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei

Carl-Gotthard-Langhans-
Gesellschaft Berlin e. V.

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