Immaterielles UNESCO-Erbe Friedhofskultur

 

Die Friedhofskultur in Deutschland ist Immaterielles Kulturerbe. Auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommisssion hat im März 2020 die Kultusministerkonferenz die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes beschlossen.

 

Dieses immaterielle Erbe umfasst nicht die Friedhöfe an sich, sondern die „lebendigen Ausdrucksformen, die von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden“, wie es die deutsche UNESCO-Kommission formuliert. In Bezug auf die Friedhofskultur betrifft dies zwei große Themenfelder: Zum einen geht es darum, was wir auf dem Friedhof tun: trauern, erinnern und gedenken sowie gestalten, pflegen und bewahren. Zum anderen würdigt die Ernennung zum Erbe den vielfältigen Wert der Friedhofskultur für unsere Gesellschaft: kulturell, sozial oder historisch, aber auch in Bezug auf Klima- und Naturschutz, gesellschaftliche Integration oder nationale Identität.

 

„In der lebendigen Kultur auf Friedhöfen werden nicht nur individuelle Beziehungen sichtbar; die Friedhofskultur ist insgesamt ein wichtiger Teil unseres gemeinsamen Gedächtnisses. Denn sie zeigt, wie wir, wie die Gesellschaft mit Tod und Sterben umgeht, wen wir und wie wir erinnern. Seit alters her stellt die Friedhofskultur eine Beziehung zwischen Diesseits und Ewigkeit her, stellt die kulturellen Gesten der Erinnerung oft in einen religiösen Horizont. Ich bin dem Kuratorium Immaterielles Kulturerbe für seinen Einsatz für die Friedhofskultur sehr dankbar. Mit der Auszeichnung verknüpft sich die Hoffnung, dass noch mehr Menschen für die Bedeutung der Friedhofskultur sensibilisiert werden.“ (Bischof Christian Stäblein, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)

 

Die Aktivitäten der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft Berlin sind Teil dieses lebendigen Kulturerbes.

 

Carl-Gotthard-Langhans-
Gesellschaft Berlin e. V.

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